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Gesundheit/

Ohren

   

In puncto Gesundheit haben alle Spaniels eine ganz besondere Schwachstelle: Die Ohren.
Die für uns süß aussehenden Schlappohren haben im Hinblick auf die Gesundheit entscheidende Nachteile: Durch die Hängeohren ist der Gehörgang verdeckt und wird somit nicht ausreichend belüftet. Im warmen Klima des Innenohres können sich somit vermehrt Bakterien einnisten und es kann zu Entzündungen kommen, die sehr schmerzhaft für den Hund sind. Außerdem sind die langen Behänge der Ohren dazu prädestiniert, dass Fremdkörper an ihnen hängenbleiben und dann in den S-förmigen Gehörgang eindringen, wo sie von selbst nicht mehr herauskommen.

1. Die Sache mit den Entzündungen...
Die Ursachen für eine Ohrentzündung sind unterschiedlich. Die Neigung zu Entzündungen hängt nicht zuletzt auch mit der individuellen Veranlagung und der Pflege von Seiten des Hundebesitzers zusammen. Auch die Fütterung kann hierbei eine Rolle spielen.
Bei vielen Spaniels produzieren die Ohren sehr viel Schmalz. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, verstopft er die Gehörgänge und kann sich irgendwann zu einer Entzündung entwickeln.
Auch Ohrmilben sind eine sehr unangenehme Angelegenheit. Bei ihnen hilft wirklich nur der Gang zum Tierarzt, der mit speziellen Milbenpräparaten behandeln kann.

Generell sollte man jeglichen Ohrerkrankungen des Hundes vorbeugen. Eine umfassende und allgemeingültige Empfehlung kann ich an dieser Stelle jedoch nicht aussprechen, denn die Neigung zu Entzündungen ist nicht bei allen Hunden gleich. Bei Hunden die viel Ohrschmalz produzieren werden die meisten Tierärzte dazu raten regelmäßige Ohrenspülungen mit einem speziellen Ohrreiniger vorzunehmen. Natürlich ist das auch nicht das Gelbe vom Ei, denn durch die chemischen Reiniger zerstört man letzten Endes das natürliche Klima im Innenohr. Allerdings bleibt einem oft keine andere Wahl, wenn man den Hund nicht ständig den schmerzhaften Entzündungen aussetzen will. Eine gute Alternative zu den chemischen Ohrreinigern kann auch eine Calendula-Lösung vom Homöopathen sein.

2. Die Sache mit den Grannen...

Ein weiteres großes und vor allem sehr sehr lästiges Problem sind Grannen oder andere Fremkörper in den Schlappohren. Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn die Wiesen richtig hoch wachsen und unsere Hunde mit ihren Nasen tief über dem Boden darin schnüffeln passiert es immer wieder dass ein Stück Gras o.Ä. an der Ohrinnenseite hängenbleibt. Der Hund bemerkt etwas Kratzendes am Ohr, schüttelt sich und schon ist das Malheur passiert: Der Fremdkörper ist im Gehörgang!
Dann hilft nur noch ein Gang zum Tierarzt, denn von selbst kann dieser Fremdkörper nicht mehr hinausgelangen, da der Gehörgang des Hundes S-förmig angelegt ist.
Manche Hunde lassen sich vom Tierarzt mit einer speziellen Ohrenzange die Fremdkörper entfernen, aber oft wird eine leichte Betäubung nötig sein, da das Entfernen für den Hund schmerzhaft ist.

3. Vorbeugung
Wie kann man also Entzündungen und Grannen & Co vorbeugen?
Nun die beste Möglichkeit besteht darin, dem Hund die Haare an der kompletten Innenseite der Ohren ganz kurz zu scheren. Eine handelsübliche Schermaschine für Haustiere genügt dazu. Besonders um die Ohröffnung und die Muschel herum sollte man jegliche Haare auf ein Minimum kürzen, damit wirklich kein Fremdkörper darin hängen bleiben kann. Außerdem hat dieses Scheren auch den Vorteil, dass das Ohr besser belüftet wird und somit Entzündungen leichter vorgebeugt wird.
Ansonsten kann man nur den Rat geben hohen Wiesen zu meiden, denn eine 100%ige Sicherheit gibt es auch mit geschorenen Ohren nicht!

Und last but not least
Es wäre wünschenswert wenn auch bei der Auswahl in der Zucht Wert darauf gelegt werden würde, dass die Zucht von Hunden mit zu langen und zu schweren Ohren vermieden wird.
Die Gesundheit unserer Hunde sollte doch immer an allererster Stelle stehen, oder?